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Unsere Zukunft - Gemeinsam gestalten.

Aus der Geschäftsstelle

Dienstag, den 11. August 2020 um 08:10 Uhr

RegenschirmDie Corona-Pandemie verstärkt die wirtschaftlichen Probleme vieler Unternehmen. Schon einmal hat ein Schutzschirm den Betrieben in Nürnberg geholfen eine Krise gut zu überstehen. Doch reicht das auch diesmal aus?

Mit der Insolvenz der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 begann die weltweite Finanzkrise. Der Konkurs der Bank riss die Aktienkurse der Börsen in den Abgrund. Mit milliardenschweren Rettungsprogrammen wurden damals Banken aus ihrer selbst verschuldeten Misere gerettet. In der Folge gerieten auch viele Nürnberger Betriebe in wirtschaftliche Schieflage. Drohende Insolvenz und die Ankündigung von Entlassungen waren die Folge. Es musste gehandelt werden.

Die IG Metall Nürnberg hat damals den Schutzschirm für Beschäftigung ins Leben gerufen und neben der Stadt Nürnberg auch die Arbeitgeber aufgefordert sich diesem Bündnis anzuschließen. Das erklärte Ziel: Beschäftigung in der Krise Schutzschirm_verlaengert_druck_A3sichern. Mit Erfolg: durch flächendeckende Kurzarbeit konnten Entlassungen verhindert werden. Der Schutzschirm sendete damals ein deutliches Signal. Wer in der Krise Beschäftigung sichert, kommt besser und schneller wieder auf die Beine!

In der Corona-Pandemie wird Kurzarbeit alleine nicht mehr zum Schutz der Beschäftigung ausreichen. Mit milliardenschweren Konjunkturprogrammen der Bundesregie-
rung sollen zwar die wirtschaftlichen Folgen abgefedert und neue Impulse gesetzt werden. Doch die Pandemie hat nicht nur die Wirtschaft lahmgelegt, sondern auch die tief greifenden Veränderungen in der Arbeitswelt rasant beschleunigt. Ob Digitalisierung der Industrie, Technologiewandel in der Automobilindustrie oder Verfestigung wirtschaftlicher Konflikte - die langfristigen Folgen sind noch längst nicht absehbar.

Es braucht daher neue Ansätze, um die Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Ein Konjunkturprogramm, welches keine Arbeitsplätze sichert, kann höchstens kurzfristig erfolgreich sein. Eine kurzfristige Sicherung von Arbeitsplätzen verfehlt ihre Wirkung, wenn die Unternehmen sich nicht mit langfristigen Lösungen auf die Veränderungen in ihren Betrieben einstellen. Deswegen müssen wir uns mit unseren Ansätzen einmischen!

FaustDoch wie kann das gelingen? Wie können langfristige Lösungen aussehen? Diese Fragen müssen wir gemeinsam diskutieren. Das Ziel soll sein: gemeinsam zu handeln. Ob die Expertise der Vertrauensleute oder die Erfahrungen der Betriebsratsgremien oder Jugendvertretungen, alle sollen ihr Wissen dazu einbringen. Im Betrieb oder der Gesellschaft, gemeinsam mit den aktiven Metallerinnen und Metallern wollen wir als starke IG Metall Nürnberg in die Zukunft gehen. Begreifen wir die Pandemie als Chance, Veränderungen im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchzusetzen. Wir nehmen unsere Zukunft in die eigene Hand und gestalten sie gemeinsam.