Aus der Verwaltungsstelle

Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 00:00 Uhr

Einen Betriebsrat wählen ist gar nicht schwer!Im Betreuungsbereich der IG Metall Nürnberg gibt es zurzeit 138 Betriebe mit Betriebsrat. Immer mehr Beschäftigte setzen sich für betriebliche Mitbestimmung ein.
Im Mai wurde mit Unterstützung der IG Metall Nürnberg bei der Fett GmbH erfolgreich ein 3-köpfiges Betriebsratsgremium gewählt. Bei der Erker GmbH und der Tokheim Göhler GmbH laufen die Wahlen noch. Dabei geht es nicht immer ohne Probleme. So wurde bei Erker seitens der Geschäftsführung versucht durch Kündigungen die Betriebsratswahlen zu verhindern. Von der Betriebsratsgründung abhalten lassen, haben sich die Kolleginnen und Kollegen dennoch nicht. Die hohe Anzahl von Bewerberinnen und Bewerbern für das Betriebsratsamt zeigt nicht nur die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, sondern macht den festen Willen der Belegschaften deutlich die betriebliche Mitbestimmung auch in ihrem Betrieb zu installieren.
Wie die Geschäftsführung auf eine Betriebsratswahl reagiert, ist immer der größte Unsicherheitsfaktor für die Beschäftigten. Dagegen hilft am besten ein guter Organisationsgrad und die professionelle Unterstützung der IG Metall bei der Durchführung der Wahl.
Dass die betriebliche Mitbestimmung immer mehr gefragt ist, zeigt auch eine Untersuchung zu den letzten Betriebsratswahlen von Greifenstein/ Kißler/ Lange im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung. Dieser achtjährige Langzeitvergleich zeigt einen Anstieg der Wahlbeteiligung auf hohem Niveau an und macht eine Würdigung der Interessenvertretungsarbeit durch die Belegschaft deutlich. Gerade in Krisenzeiten spielen Betriebsräte eine bedeutende Rolle, denn genau dann kommt es darauf an zwischen den ökonomischen Interessen der Unternehmen und den Interessen der Belegschaften zu vermitteln. Dass die letzte Krise für viele Beschäftigte so glimpflich verlaufen ist, hat maßgeblich mit dem Krisenmanagement der Betriebsräte zusammen mit der IG Metall zu tun.
Einen professionell agierenden Betriebsrat zu haben, sorgt mit den Beschäftigten für gute Arbeitsbedingungen in den Betrieben und unterstützt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland.

Darum: Hast du keinen, wähl dir einen!