Aus der Verwaltungsstelle

Dienstag, den 24. September 2019 um 12:50 Uhr

20190920_KlimastreikDa gab es kein Durchkommen auf dem Lorenzer Platz: 8.000 Menschen nehmen teil am weltweiten Klimastreik. Auch die IG Metall Nürnberg hat sich mit an der Demonstration beteiligt.

 

 

Wir haben uns beteiligt, damit auch die Stimme der Beschäftigten mit gehört wird. Denn die IG Metall teilt das Ziel von Fridays for Future, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden und hält einen raschen und grundlegenden ökologischen Umbau unseres Wirtschaftens für dringend notwendig. Um Druck für eine soziale, ökologische und demokratische Transformation zu machen, braucht es breite Mehrheiten in der Zivilgesellschaft.

Das so viele Menschen an der Demonstration teilgenommen haben, freut uns daher sehr. Denn es ist wichtig, dass wir alle Flagge zeigen für einen Wandel, der Klimaschutz, sichere Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit verbindet. Aus diesem Grund waren bereits über 50.000 Kolleginnen und Kollegen bei unserem Aktionstag #fairwandel am 29. Juni 2019 in Berlin und haben für die gleichen Ziele demonstriert.

Welche Schritte zur Erreichung des Klimaziels im Einzelnen notwendig, auf welchem Weg und in welcher Geschwindigkeit die Zwischenziele bis 2050 erreichbar sind – darüber, gibt es durchaus unterschiedliche Sichtweisen zwischen Gewerkschaften und Fridays for Future. Die IG Metall sieht die Priorität vor allem darin, konkrete Umsetzungsschritte zu definieren und zügig anzugehen – nicht darin, die ohnehin nur mit großen Anstrengungen zu erreichenden Ziele noch enger zu stecken.

Zu den dringend anzugehenden Maßnahmen gehört der Schienenausbau für Nah- und Fernverkehr, der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und die Förderung von sozial verträglicher Gebäudesanierung insbesondere im Mietwohnungsbau. Dazu gehört ebenso der Ausbau der Stromnetze, die den Anforderungen von Verkehrs- und Wärmewende derzeit nicht genügen. Der Staat muss außerdem Impulse für den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität setzen, neue Mobilitätskonzepte fördern und die Infrastruktur für mittelfristig verfügbare Alternativen wie den Wasserstoffantrieb schaffen.

Gemeinsam wird die dringende Veränderung gelingen. Wir haben es alle in der Hand.