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Freitag, den 03. Mai 2013 um 14:23 Uhr

Am 2. Mai 1933 stürmten SA-Einheiten der Nazis in ganz Deutschland die Gewerkschaftshäuser. Schon Tage zuvor gab es Angriffe auf Gewerkschafter und ihre Einrichtungen. Am gleichen Tag wurden freie Gewerkschaften verboten und viele ihrer Mitglieder verhaftet und deportiert.
Mit der Zerschlagung der Gewerkschaften beseitigten die Nationalsozialisten den letzten Rest der Weimarer Republik und beendeten gewaltsam die erste Demokratie in Deutschland.

Am 80igsten Jahrestag der Ereignisse, lud der DGB zu einer Gedenkveranstaltung in der Straße der Menschenrechte am ehemaligen Gewerkschaftshaus in Nürnberg ein.

Horst Klaus ehemaliger erster Bevollmächtigter der IG Metall Nürnberg berichtete anschaulich in seiner Gedenkrede über die Ereignisse rund um den 2. Mai 1933 und ihre Auswirkungen. Er beendete seine Rede mit einem kurzen Dialog aus Bert Brechts „Leben des Galilei“, wo der Knabe Andrea sagt:

„Unglückliches Land, das keine Helden hat“, und Galilei antwortet: „Nein. Unglückliches Land, das Helden nötig hat. “Aufgabe der heute Handelnden ist es, dafür zu sorgen, dass unser Land keine Helden braucht, sondern immer genug überzeugte Demokraten hat, die entschlossen für eine gerechte, solidarische Gesellschaft eintreten.

Auch Stephan Doll Regionsvorsitzender des DGB Mitelfranken mahnte „Dieser Gedenktag ist für uns eine Verpflichtung und Verantwortung zugleich! Wir alle stehen gemeinsam in der Pflicht, rechtsextremem Gedankengut entschieden entgegenzutreten. Wir müssen uns den sichtbaren rechten Gewaltexzessen und den oft weniger sichtbaren rechten Strömungen entgegenstellen. Dafür setzten sich die Gewerkschaften ein, damit es nie wieder heißt: „Zu spät“.

Die Reden von Stephan Doll und Horst Klaus zum Lesen:

pdf Rede von Stephan Doll (DGB Mittelfranken)

pdf Rede von Horst Klaus

 

Einige Eindrücke der Gedenkveranstaltung: