Tarifnachrichten

Dienstag, den 26. März 2019 um 09:39 Uhr

Das Kfz-Handwerk will weiterhin für den Nachwuchs attraktiv seinVergangene Woche tagte die bayerische Tarifkommission des Kfz-Handwerks in Nürnberg, um ihre Forderung zur Tarifrunde 2019 zu beraten. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie können wir für den Nachwuchs weiterhin attraktiv bleiben und unsere Ausgelernten im Betrieb halten? Neben einem attraktiven Einkommen sind gute und gesunde Arbeitsbedingungen dafür unabdingbar.

Insbesondere die ausschließlich prozentuale Anhebung der Vergütungen der letzten Jahre führte zu einer starken Spreizung der Einkommen. Ebenso sanken die Einstiegsvergütungen im Vergleich zu anderen Branchen stark ab. Dadurch wird es für die Betriebe immer schwieriger Nachwuchsfachkräfte zu gewinnen und zu halten. Die bayerische Tarifkommission legte sich daher einstimming auf folgende Forderungen fest:

1. Kündigung der Tarifverträge Vergütungen und Ausbildungsvergütungen

2. Anhebung der Vergütungen um fünf Prozent. Mindestens um 140,- Euro.

3. Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100,- Euro pro Ausbildungsjahr

4. Die Laufzeit der neuen Tarifverträge soll 12 Monate betragen

Zusätzlich will die Tarifkommission über verbesserte Freistellungsmöglichkeiten vor Abschlussprüfungen mit den Arbeitgebern zu verhandeln. Die bayerische Tarifkommission besteht u.a. aus den Nürnberger Betrieben BMW, Daimler, Feser Nopitschstraße und MAN Nutzfahrzeuge.

Andreas HofmannAndreas Hofmann, von Daimler Nürnberg und Tarifkommissionsmitglied fasst die Forderung zusammen: „Das Forderungspaket ist anspruchsvoll und ausgewogen. Wichtig war uns bei der Erstellung über verbesserte Rahmenbedingungen bei den Azubis den Ausbildungsberuf weiter attraktiv zu halten. Jetzt kommt es darauf an nötigenfalls aus den Belegschaften heraus Druck zu machen um eine gute Umsetzung zu schaffen. Eine starke Erhöhung der Entgelte ist wichtig um nicht gegenüber anderen Gewerken ins Hintertreffen zu kommen.“

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