Mittwoch, den 10. November 2010 um 13:23 Uhr

Vor 5 Jahren verteidigte die Belegschaft von Nexans den IG Metall TarifvertragVor 5 Jahren hatte bei Nexans die Unternehmensleitung versucht den gültigen IG Metall Tarifvertrag zu unterlaufen und schloss „über Nacht“ einen neuen Haustarifvertrag mit der Christlichen Gewerkschaft Metall. „Die Geschäftsleitung hat sich nach unserer Meinung ein Machwerk mit einer Organisation gekauft, die sich Gewerkschaft nennt, aber keine ist! Was uns das Unternehmen zumuten wollte, wäre eine totale Verschlechterung unserer Arbeitsbedingungen und der Entlohnung gewesen in unvorstellbarer Höhe.“, so Manfred Uhl - Betriebsratsvorsitzender Nexans.

Manfred Uhl - Betriebsratsvorsitzender NexansAm 3.11.2010 veranstaltete der Vertrauenskörper und die IG Metall Nürnberg eine Protestkundgebung vor Nexans Nürnberg, um an den Kampf zur Widereinführung des IG Metall Tarifvertrages zu erinnern. Viele Kolleginnen und Kollegen waren gekommen. Darunter auch der ehemalige Betriebsratsvorsitzende Jürgen Ulrich.

Jürgen Wechsler - Bezirksleiter der IG Metall BayernJürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern stellte in seiner Rede vor allem die Parallelen zu den heutigen Auseinandersetzungen wie dem Kampf um die gerechte Entlohnung und Behandlung von Leiharbeitern heraus. „Wen wir alles nur hinnehmen, können wir nicht damit rechnen, das es in der Arbeitswelt human zugeht. Wir müssen auf unsere eigene Kraft vertrauen und den Finger in die Wunden legen.“
Andreas Weidemann 1. Bevollmächtigter IGM Nürnberg
Andreas Weidemann ging auf die Bedeutung der damaligen Auseinandersetzung ein: „Immer wieder versuchen Arbeitgeber geltende Tarifverträge zu unterlaufen oder für sie günstigere Tarifverträge abzuschließen. Die Belegschaft von Nexans hat gezeigt, das man gemeinsam auch schwierige Auseinandersetzungen gewinnen kann. Das gibt Kraft!“