Dienstag, den 01. Februar 2011 um 00:00 Uhr

Audi Zentrum Marienberg Am 15. Dezember 2010 gab es erstmals eine Betriebsratswahl im Audi Zentrum Marienberg in Nürnberg. Die von den Beschäftigten initiierte Wahl wurde von der IG Metall Nürnberg stark unterstützt.
Im KFZ Handwerk ist es immer noch keine Selbstverständlichkeit, einen Betriebsrat, der sich für die Belange der Beschäftigten einsetzt, zu haben. So auch nicht bei einem der größten VW / Audi Händlern in Deutschland – der Feser-Graf Gruppe.

In den meisten Betrieben der Feser- Graf Gruppe gibt es derzeit keine gewählten Betriebsräte. Mit der Wahl am Standort Marienberg steigt die Zahl der Betriebe mit Betriebsrat von drei auf vier an. Durch Zukauf von mehreren Autohäusern ist die Feser-Graf Gruppe in den vergangenen Jahren stark gewachsen und mit über 1.000 Mitarbeitern in die Top-Ten der Deutschen Autohäuser aufgestiegen.
„Im KFZ Handwerk werden starke Betriebsräte gebraucht, damit der harte Wettbewerb nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird.“ erläutert Harald Dix, Sekretär der IG Metall. „Deshalb hat sich die Belegschaft im Autohaus Marienberg entschlossen, einen Betriebsrat zu wählen, der ihre Interessen vertritt. Gerade bei den rauen Bedingungen im Kfz-Handwerk ist dies besonders wichtig.“

Das 7-köpfige Betriebsratsgremium hat sich am 21. Dezember 2010 konstituiert und seine Arbeit aufgenommen. Somit gibt es Betriebsräte bei Feser in der Nopitschstraße, Feser-Rechter in Lauf, Audi Zentrum Marienberg und bei Feser-Biemann in Erlangen.
Rudi Lutz, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Nbg: „Im KFZ Handwerk herrschen teilweise immer noch unbefriedigende Arbeitsbedingungen. Eine Großzahl der Betriebe ist nicht tariflich gebunden und hat auch keine Interessensvertretung. Die Mitarbeiter sind hier völlig auf sich gestellt. Die erfolgreiche Betriebsratswahl bei Feser Marienberg ist ein weiterer Schritt zur Humanisierung der Arbeitswelt im KFZ Handwerk. Ich hoffe sehr, dass diese Wahl auch anderen Belegschaften Mut macht einen Betriebsrat zu gründen. Die IG Metall wird solche Initiativen immer unterstützen.“

Kontakt:  Harald Dix