Mittwoch, den 21. November 2012 um 12:29 Uhr

Diskussionsrunde der SPD unter beteiligung der IGM JugendAm 27.09.12 hat die SPD Nürnberg zum Bürger Dialog in Nürnberg eingeladen. Das Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2013 soll von den Bürgern mitentwickelt werden. Diese Gelegenheit nahm die DGB Jugend war um ihre Forderungen an die Politik zu richten.

Zum ersten mal in der Geschichte der SPD wird das Parteiprogramm nicht in Gremien entwickelt, sondern von den Bürgern mitgestaltet. Deswegen lud die SPD zum Bürger Dialog an der Sebaldus Kirche in Nürnberg ein und bot den Bürgern die Möglichkeit mit Stadträten und Landtagsabgeordneten ins Gespräch zu kommen. Das Konzept sah vor das an mehreren Tischen diskutiert werden sollte.

An einem Tisch nahm die DGB Jugend platz! Hier war für die Politiker schnell klar das nicht um den heißen Brei geredet wird. Eine Abordnung der Gewerkschaftsjugend, unter anderem der IG Metall Jugend, sprach Themen wie Fachkräftemangel, Perspektiven für die junge Generation, prekäre Beschäftigung und Demokratie an. Sie berichteten aus der alltäglichen Praxis ihrer Betriebe und ihrem Umfeld.

Unterbrochen wurde der Austausch durch die Ankunft des SPD Vorsitzenden Sigmar Gabriel, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. Die drei Herren waren für eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2013 anwesend. Nach den Grußworten von Sigmar Gabriel wurde die Gewerkschaftsjugend auf die Bühne gebeten um ihre Wahlkampfansage für die SPD vorzustellen.
Patrick Neils von der IG Metall formulierte es richtig: „Wir als Gewerkschaftsjugend verstehen uns als Parteiunabhängig, aber nicht unpolitisch“. Er forderte von der SPD mehr Perspektiven für die Junge Generation. Die Maßnahmen der Gewerkschaftsjugend lauten mehr Demokratie in der Schule, Abbau von Bildungsschranken, sowie qualifizierte Berufsausbildung. Besonderen Handlungsbedarf sieht Patrick Neils bei dem bevor stehenden Fachkräftemangel.

Dies bestätigte Sigmar Gabriel. Er und Christian Ude wollen die Wirtschaft in Zukunft dazu bringen mehr Ausbildungsplätze zu Verfügung zu stellen, damit junge Menschen nicht nach der Schule in Ausbildungsschleifen landen.
Patrick Neils mahnte die SPD beim Thema Fachkräftemangel: „Wir brauchen auch nach der Ausbildung qualitativ hochwertige Arbeitsplätze die sicher sind. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse, wie Leiharbeit, in denen gerade junge Menschen arbeiten, müssen verboten werden.“
Diese Kritik ließ sich Sigmar Gabriel gefallen und gab zu das die SPD in der Zeit von Bundeskanzler Gerhard Schröder, solche prekären Arbeitsverhältnisse gefördert hat.
Zum Ende übergab die Gewerkschaftsjugend ihre Wahlkampfansage an den Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel. Die SPD berät sich nun bis zum Frühjahr nächsten Jahr, welche Inhalte der Bürger in das Wahlprogramm für die Bundestagswahl einfließen werden.
Die Jugend wird hier nicht locker lassen. Die Aktion "Wahl Kampfansage" wird ein Schwerpunkt der Arbeit im Jahr 2013.