Montag, den 11. Dezember 2017 um 00:00 Uhr

2. Tarifverhandlung für die bayerische Metall- & Elektroindustrie in MünchenÜber 4.000 Metaller demonstrieren vor dem Haus der Bayerischen Wirtschaft

In der zweiten Tarifverhandlung für die bayerische Metall- und Elektroindustrie am 6. Dezember 2017 in München haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, dass das Thema Arbeitszeit komplett ignoriert. Die Arbeitgeber bieten lediglich 2,0 Prozent mehr Entgelt für 15 Monate und eine Einmalzahlung von 200 Euro.

Dieses Angebot der Arbeitgeber ist eine Provokation und nicht verhandlungsfähig. Das Entgeltangebot ist angesichts der sehr guten Wirtschaftslage völlig inakzeptabel. Darüber hinaus erwarten wir selbstverständlich auch ein Angebot zum Thema Arbeitszeit. Die IG Metall hat ein Paket mit den Themen Entgelt und Arbeitszeit gefordert, und wir verhandeln auch nur über ein Paket.

Die IG Metall fordert in der Tarifrunde 6 Prozent mehr Geld und Ausbildungsvergütung für 12 Monate. Zudem fordert die IG Metall einen Anspruch für alle Beschäftigten, ihre Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden pro Woche zu reduzieren. Das soll mit einem Rückkehrrecht zur 35-Stunden-Woche verbunden sein.

Unmittelbar vor der Verhandlung sind über 4.000 Metallerinnen und Metaller, davon 200 aus Nürnberg und dem Nürnberger Land vom Gewerkschaftshaus zum Haus der Bayerischen Wirtschaft gezogen. Bei der dortigen Kundgebung haben die Beschäftigten dem ansässigen Arbeitgeberverband vbm einen Vorgeschmack auf ihre Begeisterungsfähigkeit für diese Tarifrunde gegeben.

Am 31. Dezember endet die Friedenspflicht, ab 1. Januar sind Warnstreiks möglich. Die dritte Verhandlung in Bayern ist für den 15. Januar in Nürnberg angesetzt. Im Vorfeld strebt die IG Metall Bayern Vorgespräche mit dem Arbeitgeberverband an.